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Sie haben viele Monate für die Bundeswehr im Ausland gedient. Jetzt sind über 100 Soldaten des Informationstechnikbataillons 292 wieder zurück. Bei einem großen Rückkehrappell sind sie auf dem Sägplatz in Gundelfingen willkommen geheißen worden. Mit dabei war hohe Politprominenz, denn der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Silberhorn kam per Hubschrauber in die Gärtnerstadt eingeflogen, als Ersatz für Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen, die kurzfristig ihren Besuch absagen musste.
Silberhorn dankte den Soldaten für ihren Einsatz und ihren Dienst für das Vaterland und lobte deren Arbeit und Präzision. „Die Arbeit der IT-Soldaten findet meist nur im Stillen statt. Wir sind froh und glücklich, dass sie wohlbehalten wieder zuhause sind“. Der Parlamentarische Staatssekretär berichtete, dass sich die Auslandseinsätze bereits positiv ausgewirkt hätten, etwa im Irak oder im Kosovo. In anderen Ländern sei „der erhoffte Fortschritt“ bislang ausgeblieben, etwa in Afghanistan oder in Mali. „Aber die Bundeswehr ist eben nur ein Baustein“. Silberhorn kündigte zudem an, fehlende Stellen im IT-Bereich bald besetzen zu wollen und versprach umfangreiche Investitionen in die Bundeswehr – unter anderem in Dillingen, wo das Bataillon beheimatet ist.

Erster Rückkehrappell überhaupt

Die Stadt Gundelfingen war zum ersten Mal überhaupt Gastgeber eines Rückkehrappells seit Beginn der Patenschaft mit der 1. Kompanie des Bataillons vor zehn Jahren. Bürgermeisterin Miriam Gruß lobte das „ausgezeichnete Miteinander“ und hob unter anderem den Stand auf dem Weihnachtsmarkt hervor, dessen Erlöse an das Kinderheim gehen. „Wir bedanken uns auch, dass Sie vor kurzem zum Beispiel eine Übung mit dem Namen Donau-Blitz hier durchgeführt haben, um für das Szenario eines Hochwassereinsatzes zu trainieren und damit einmal mehr zeigen, welchen Dienst Sie für unsere gesamte Gesellschaft leisten“.
Anerkennung und Respekt zollte die Bürgermeisterin den Soldaten, die zu Hause wie im Ausland ihren Dienst mit „beispielhafter Einstellung und Haltung sowie vorzüglichem handwerkliche Können“ versehen. Miriam Gruß verwies aber auch an diejenigen, die in Ausübung ihres Dienstes ihr Leben verloren haben oder, die nach den Erfahrungen des Einsatzes unter psychischen Belastungen leiden.
Auch Bataillonskommandeur Markus Krahl bedankte sich bei den Soldaten, und verwies gleichzeitig an die 23 Kameraden, die sich derzeit immer noch im Ausland befinden. Nach einem Überblick über die Einsatz- und Aufgabengebiete zeichnete er zusammen mit Staatssekretär Silberhorn zwei Soldaten mit dem Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold aus.

Eintrag ins Goldene Buch

Für Thomas Silberhorn führte der Weg anschließend ins Rathaus, wo er sich in das Goldene Buch der Stadt Gundelfingen eintrug. Letzte Etappe war dann ein Empfang im Bleichestadel, an dem auch die Fahnenabordnungen der Vereine teilnahmen. Bürgermeisterin Miriam Gruß dankte dem Staatssekretär noch einmal für seinen Besuch und überreichte ihm zum Abschluss einen Gemüsekorb mit Gundelfinger Vitamin-Spezialitäten.