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Westliche Bleiche mit Friedensdenkmal

Die im Herzen der Stadt gelegene Bleiche, eine Insel, die von zwei Armen der Brenz umflossen wird, diente einst dem Bleichen der gewebten Stoffbahnen. Die östliche Bleiche mit Walkmühle und Walkmühlenstadel lädt seit ihrer Umgestaltung in den Jahren 1992-94 und 2011-12 zu vielfältigen kulturellen Veranstaltungen ein.

Das 1938 in der Zeit des Nationalsozialismus hier errichtete damalige „Heldendenkmal“ für die Gefallenen des 1. Weltkrieges wurde schon bald um die Namen der Gefallenen des 2. Weltkrieges ergänzt. Aufgrund der schlechten Bausubstanz wurden ab 2015 mit zwei Bürgerworkshops die Grundlagen für einen Realisierungswettbewerb „Westliche Bleicheinsel mit Kriegerdenkmal“ gelegt. Neben städtebaulichen und landschaftspflegerischen Aspekten wurde dabei auch ein künstlerischer Wettbewerb einbezogen. Die neue Innengestaltung mit blauen Glaskubus und Texten erlaubt eine neue Wahrnehmung des Bauwerks.

Ziel der 2019 erfolgten Umgestaltung der westlichen Bleiche war das Kriegerdenkmals in ein Friedensdenkmal für die gefallenen Soldaten und für alle vom Krieg betroffenen Opfer umzugestalten. Durch eine neue Fußgängerbrücke wurde ein barrierefreier Zugang von Westen auf die Insel geschaffen, die Durchgängigkeit zwischen der westlichen und östlichen Bleiche wurde verbessert. Zugleich sollte auch die Aufenthaltsqualität erhöht werden, und das umgestaltete Friedensdenkmal in die Parklandschaft eingebunden werden.

Das Projekt wurde von der Regierung von Schwaben begleitet und mit Mitteln der Städtebauförderung großzügig gefördert.